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Frieden tun

  • ugeuder
  • 16. Feb.
  • 2 Min. Lesezeit

Das Frauenmuseum in Hittisau im Bregenzerwald ist immer einen Besuch wert, in diesen Zeiten jedoch besonders. Denn die aktuelle Ausstellung nähert sich aus verschiedenen Perspektiven dem Thema Frieden.


Es ist erstaunlich, wie viele Informationen, Denkanstöße, Mitmachaktionen in dem einen großen, durch blaue Farbe strukturierten, Ausstellungsraum Platz haben: Künstlerische Auseinandersetzungen mit dem Thema Krieg und Frieden von Frauen beispielsweise aus Afghanistan, dem Iran und Korea; theoretische Informationen über Eskalationsstufen in Konflikten, aber auch darüber, wie Konflikte gelöst werden können; Hörstationen mit Musik; geschichtliche Hintergründe zum Frauenwahlrecht oder zum Einsatz von Frauen gegen den Ersten Weltkrieg; Filzpanels, auf denen Zustimmung oder Ablehnung zu Thesen mit Smiley-Nadeln bekundet werden können; verschieden hohe Holzblöcke, die unter die eigenen Schuhe geschnallt werden können, um mit anderen auf Augenhöhe reden zu können; eine kleine Galerie von Frauen, die für den Frieden kämpften, von Yoko Ono bis Rigoberta Menchù... und, und, und.


Mairead Corrigan und Betty Williams riefen im Nordirlandkonflikt Tausende zum Frieden auf; Illustration von Constanze Moll im Auftrag des Frauenmuseums Hittisau
Mairead Corrigan und Betty Williams riefen im Nordirlandkonflikt Tausende zum Frieden auf; Illustration von Constanze Moll im Auftrag des Frauenmuseums Hittisau

Wie können wir in Frieden leben, wenn es uns nicht gelingt, mit der Erde gut umzugehen? Besonders überzeugt haben mich die Frauen, die Ökologie, Feminismus und Friedensarbeit zusammendenken, wie Winona LaDuke aus den USA. Friedensarbeit kann auch bedeuten, sich nicht als getrennt, sondern mit der Natur verbunden zu verstehen und sie zu schützen.


Friedensarbeit kann auch das Erzählen von Geschichten sein: An einer Hörstation ist die Sage aus den Dolomiten von den Zwillingsschwestern Dolasila und Luianta zu hören, die für zwei verschiedene Wege zum Frieden stehen: Dolasila war Kriegerin und leistete Versöhnungsarbeit, indem sie den Zwergen einen Schatz zurückgab, den ihr Vater ihnen geraubt hatte. Und Luianta war sehr verbunden mit der Natur, mit den Murmeltieren und konnte dem Wind zuhören.


Wir müssen mehr Geschichten über Versöhnung und Frieden erzählen, in Ausstellungen wie in Hittisau gehen und "Frieden tun", denn - wie vermutlich ein Kind geschrieben hat:



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